Adventure Lab Cache

"Industriekultur auf der Ruhr"

 

Ahoj!

Dieser T5 Adventure Lab Cache lädt dich ein zu einer Bootstour der Industriekultur auf der Ruhr. Idealerweise sollte ein Kanu oder ein Ruderboot benutzt werden; mit Tret- oder Schlauchbooten kommt man aber auch zu den 5 Locations, wenn auch etwas mühsamer. Baden und Schwimmen ist in der Ruhr aus Sicherheitsgründen verboten. Macht dieses Abenteuer nicht bei Hochwasser, Gewitter oder im Winter und nehmt bitte Rücksicht auf die Natur!

Alle 5 Locations können ohne Umtragen vom Hengsteysee aus erreicht werden. Die Reihenfolge ist nicht vorgegeben. Der Bonus-Cache GC8Q045 befindet sich am unteren Ende des Hengsteysees. Es können unterwegs auch die Letterbox GC86522 mit Bonus GC8CV4M und der Multi GC3DT5Q gemacht werden (am besten in dieser Reihenfolge); der EarthCache GC8Q79B liegt demnächst auch auf dem Weg.

Ich wünsche viel Spaß auf der Ruhr!
Glück auf!

ruhrPod

labs.geocaching.com/goto/industriekultur-ruhr

 

 

Pumpwerk Westhofen

Von den frühen Anfängen der Nutzung des Wassers und der Wasserkraft im Ruhrtal zeugt heute noch die Wasserkraftanlage und Pumpstation in Westhofen, die seit 1922 nahezu unverändert in Betrieb ist. Die Ruhr wird hier mit einer kompletten Wehranlage angestaut, die über insgesamt sechs Wehrfelder aufgebaut ist.

Bis 2010 wandelte das Laufwasserkraftwerk in Westhofen die Energie aus der fließenden etwa fünf Meter hohen Welle der Ruhr mit vier Francis-Turbinen direkt in mechanische Energie für Kolbenpumpen um, die Trinkwasser in das Versorgungsnetz pumpten. Aufgrund des sinkenden Trinkwasserbedarfs im Ruhrgebiet entschieden sich die Wasserwerke Westfalen für den Umbau der Wasserkraftanlage am Westhofener Wehr zum Kraftwerk. Die vier Francis-Turbinen aus dem Jahr 1922 wurden durch zwei Kaplan-Turbinen ersetzt, die der Stromerzeugung dienen und seit 2012 knapp sechs Millionen Kilowattstunden pro Jahr erzeugen. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz.

Eisenbahnbrücke an der Lennemündung

Im 19. Jahrhundert ist die Bahnstrecke Hagen–Hamm von der Bergisch-Märkischen Eisenbahn-Gesellschaft gebaut worden, um eine Verknüpfung ihrer bestehenden Bahnstrecke Elberfeld–Dortmund und Bahnstrecke Dortmund–Soest, sowie zum Knotenbahnhof Hamm zu schaffen. Der Streckenabschnitt von Hagen nach Holzwickede ist am 1. April 1867 eröffnet worden.

Die Eisenbahnbrücke ist in der typischen Bauweise dieser Zeit mit massiven Natursteinpfeilern und einer Stahlfachwerkkonstruktion als Überbau errichtet worden.

Heute wird die Bahnstrecke von den Regional-Express-Linien RE 7 „Rhein-Münsterland-Express“ und RE13 „Maas-Wupper-Express“ auf ganzer Länge befahren. Auf dem Abschnitt Hagen–Schwerte verkehrt zusätzlich der RE 17 „Sauerland-Express“. Im Fernverkehr fahren u.a. Intercity-Express und Intercity der Relation Köln–Hamm (und weiter nach Berlin) über diese Strecke. Außerdem wird die Strecke für den Güterverkehr genutzt.

Niedernhof mit Mäuseturm

Der Niedernhof wurde 1872 als Landsitz von Bernhard Wilhelm Funcke II errichtet, der eine Reihe bedeutender Unternehmen der Eisen- und Stahlverarbeitung gegründet hatte. Der im neugotischen Stil erbaute dreigeschossige Bruchsteinbau wird Volksmund "Funckenburg" genannt.

Eine private Hängebrücke zwischen zwei steinernen Türmchen überspannte die damals noch oft nur mit Fähren zu überquerende Ruhr und ermöglichte Funcke einen schnellen Weg zu seinen Unternehmen. Auf der anderen Flussseite befanden sich, angebaut an das dortige Brückentürmchen, Ställe und die Remise für die Kutschen.

1926-29 wurde die Ruhr zum Hengsteysee angestaut und stieg hier um 4,5 m. Funckes Brücke, die nun am Rande des Gewässers stand, wurde abgebaut, die Wirtschaftsgebäude brach man ab. Nur das südliche Türmchen ragt noch aus dem Wasser und wurde nach dem Binger Vorbild im Rhein vom Volksmund "Mäuseturm" getauft. Ein wundervoller verwunschener Ort!

Pumpspeicherwerk Koepchenwerk

In den Jahren 1927 bis 1930 errichtete das Rheinisch-Westfälische Elektrizitätswerk diese Pumpspeicherwerk, das später nach seinem Planer, Professor Arthur Koepchen, benannt wurde.

Die Funktionsweise des Pumpspeicherwerks ist einfach: Zu Tageszeiten, an denen im Netz mehr Strom zur Verfügung stand als verbraucht wurde, treibt dieser überschüssige Strom Pumpen an, die Wasser aus dem Hengsteysee in ein 160 Meter höher gelegenes Speicherbecken pumpen. In Spitzenlastzeiten, wenn mehr Strom benötigt wird als die Kraftwerke erzeugen können, wird dieses Wasser abgelassen und treibt die Turbinen am Fuß der mächtigen Rohrleitungen an.

Mit dem Pumpspeicherwerk konnte das Hauptproblem der Elektrizitätswirtschaft, nämlich die Bereitstellung elektrischer Spitzenenergie, gelöst und die Auslastung der Kohlekraftwerke verbessert werden. Nachdem 1989 ein hochmodernes 150 Megawatt Pumpturbinenwerk in Betrieb genommen wurde, legte man die Altanlage 1994 still. Sie steht seit 1986 unter Denkmalschutz.

Laufwasserkraftwerk Hengstey

Das Laufwasserkraftwerk Hengstey wurde als Kombinationsanlage mit einem Walzen-Stauwehr in den 1920er Jahren verwirklicht. Nach dem Bau war das Ruhrwasser zum Hengsteysee aufgestaut. Seitdem liefern das Flusswasser und der Höhenunterschied von etwa 4,6 m die kontinuierliche Grundlage für regenerative Stromerzeugung. Das Kraftwerk liefert mit seinen drei Kaplan-Turbinen mit stehender Welle eine Leistung von maximal 3,3 MW. Die Jahresleistung von etwa 11 Milionen Kilowattstunden würde ausreichen, um den durchschnittlichen Jahresstromverbrauch von 3.000 Haushalten zu decken.Durch eine Schleuse wird der Schifffahrt das Überwinden des Höhenunterschiedes ermöglicht.

Der Hengsteysee dient als Geschiebefang und Feinreinigungsstufe. Durch die Verlangsamung der Fließgeschwindigkeit des Flusses wird das Absinken mitgeführter Schwebstoffe erleichtert und die natürliche Selbstreinigung der Ruhr gefördert. Des Weiteren dient der Hengsteysee als Wasserspeicher für das Koepchenwerk.

 

 

 



 

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